Im Gespräch mit Dr. Margrit HERBST

Ein Interview

Wir wollten Dr. Margrit HERBST zu Wort kommen lassen und trafen uns für ein Interview mit ihr. Unser Gespräch zeigt eindrücklich, welche Belastungen es für HERBST mit sich brachte, als Whistleblowerin aktiv zu werden und unter welchen Konsequenzen sie heute noch leidet.

Das Interview fand am 26. Februar 2015 im schleswig-holsteinischen Ort Brokstedt statt, in dem Frau HERBST heute in bescheidenen Verhältnissen lebt. Geführt haben das Interview Sebastian Köster und Gabriele Meyer. Die persönlichen Einschätzungen und Empfindungen von Frau Herbst standen dabei im Vordergrund.


Dr. Margrit HERBST identifizierte 1991 die ersten Rinder, die Symptome einer BSE-Erkrankung aufwiesen. Damals arbeitete sie als Veterinärmedizinerin auf dem Schlachthof der Norddeutschen Fleischzentrale in Bad Bramstedt. Weil sie um die potenziellen Gefahren wusste, wurde sie aktiv. Und läutete damit das Ende ihrer Karriere ein. 

 

Haben Sie gewusst, auf was Sie sich da einlassen?

Antwort (0:35)

 

Hatten Sie bei Ihren schwierigen Entscheidungen Menschen, die Sie beraten haben?

Antwort (1:00)

 

Angeblich hat der damalige Landrat GORISSEN des Kreis Segebergs Ihnen 1992 eine Vollmacht ausgestellt - stimmt das? Und falls ja, haben Sie sie als ehrlich empfunden?

Was folgte nach Ihrem Gespräch mit GORISSEN, wie verhielt sich Ihr Ansprechpartner Fleischhygieneamtsleiter Herr BITAI Ihnen gegenüber? Und vor allen Dingen, was hinderte Sie an der Durchsetzung Ihres Vorhabens, die Öffentlichkeit zu warnen und die verdächtigen Tiere gründlich zu untersuchen?

Antwort (3:57)

 

Wie haben Sie sich gefühlt, als ein Kollege Sie warnte und es für Sie zur traurigen Gewissheit wurde, dass man Sie nicht unterstützen, gar zum Stillschweigen bringen wollte?

Antwort (0:32)

 

1994 war es Ihnen bereits klar: Auf Landrat GORISSEN ist kein Verlass. Was waren Anhaltspunkte dafür?

Antwort (1:42)

 

Warum traten Sie dann im November nochmals öffentlich im TV auf?

Antwort (1:29)

 

Durch Ihren Gang in die Öffentlichkeit wurden von Seiten der Behörden Untersuchungen im Schlachthof durchgeführt. Wie haben Sie sich gefühlt als Fleischhygieneamtsleiter BITAI vorläufig seines Amtes entbunden wurde?

Antwort (1:34)

 

Welche negativen Konsequenzen ergaben sich aus Ihrer Funktion als Whistleblowerin? Leiden Sie noch heute unter den Folgen?

Antwort (0:50) UND Antwort (1:29)

 

Letztendlich wurden Sie damals fristlos gekündigt. Wie fühlten Sie sich?

Antwort (0:42)

 

Aus heutiger Sicht - bereuen Sie Ihr Handeln?

Antwort (0:36)

 

Haben Sie damals daran gedacht, die Verbraucher anonym zu warnen?

Antwort (0:29)

 

Von einem Ihrer Kollegen wurden Sie damals gewarnt, wie hat sich die restliche Belegschaft Ihnen gegenüber verhalten?

Antwort (0:25)

 

Was wünschen Sie sich für die Zukunft?

Antwort (0:30)


Am 10. April 2001 bat Sie Bischöfin Bärbel Wartenberg-Potter um ein Gespräch. Es ging um die Verleihung des Bundesverdienstkreuzes. Was für einen dubiosen Deal schlug man Ihnen da vor?

Antwort (0:28)  und  Antwort (0:47)


Abschließend haben wir Frau Dr. HERBST persönliche Fragen gestellt. Auch nach ihren Ansichten zur heutigen Lage der BSE-Problematik haben wir sie befragt.


Warum wurde im Nachgang niemand zur Rechenschaft gezogen?

Antwort (0:52)

 

Hat sich jemals jemand bei Ihnen für sein Verhalten entschuldigt?

Antwort (0:30)

 

Hatte Ihr Mut Auswirkungen auf die heutige Lage?

Antwort (0:29)

 

Ist die Gefahr von BSE heute gebannt?

Antwort (1:11)

 

Haben Sie abschließend einen Rat für Menschen, die wie Sie damals, in die Situation kommen, Notstände aufzeigen zu müssen?

Antwort (1:09)


 

 

 

Interview mit Dr. Margit Herbst an der HAW, im Wintersemester 14/15